Qualität aus Tradition

Seit vielen Jahren ist das Familienunternehmen Niederwieser eine Institution im Bereich des Obst- und Gemüsefachhandels in Tirol. Mit Niederwieser Convenience setzte man einen weiteren wichtigen Schritt in der Betriebsgeschichte und gilt als Marktführer in Westösterreich.

Aus dem Familienunternehmen, das sich auf den klassischen Obst- und Gemüsegroßhandel spezialisierte, gründeten die Geschwister Patricia und Claudio Niederwieser 1998 die Niederwieser Convenience. In kleinem Stil – mit großer Vision. Die sich bestätigte, denn heute sind es 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Niederwieser Plattform beschäftigt.

Hinter dem Unternehmen steht ein wahrer Traditionsbetrieb. Denn als Obst Gemüse Niederwieser gibt es den Familienbetrieb bereits seit 104 Jahren. Die Geschichte begann 1918 mit einem kleinen Marktstand, der bereits 1945 an den heutigen Standort des Obst- und Gemüsefachhandels in der Museumstraße übersiedelt wurde.

Dort ist bereits die sechste Generation im Einsatz, der mit Rat und Tat stets Bruno Niederwieser zur Seite steht. Denn der eigentlich verdiente Pensionist arbeitet nach wie vor täglich mit im Fachgeschäft. Bereits im Alter von 20 Jahren stieg er in den Betrieb mit ein, hat vieles erlebt und verfügt über ein nicht enden wollendes Wissen. Von dem nun auch die jüngste Generation, Max und Julius Niederwieser, profitieren. Kaum eine Frage, die unbeantwortet bleibt, dafür umso mehr Geschichten, die es zu beinahe jedem Produkt zu erzählen gibt.

Im Herzen Europas

Als größten Meilenstein in der langen Unternehmensgeschichte bezeichnet Bruno Niederwieser den Beitritt zur Europäischen Union. „Wir durften zuvor als Einzelhändler keine Waren direkt in Italien oder Deutschland kaufen, sondern mussten diese über den Großhandel beziehen – und dafür brauchten wir eine Lizenz von der Tiroler Landesregierung, die sich wiederum ans Wirtschaftsministerium wenden musste“, erklärt er und macht damit deutlich, wie viele Steine einem in den Weg gelegt wurden. Einzukaufen, wo man wollte, war einer der großen Wendepunkte des Unternehmens.

Als glühende Europäerin liebt auch Patricia Niederwieser die Vielfalt der Regionen und unterstützt mit dem Familienbetrieb Bauern in ganz Europa, indem sie intensive Beziehungen zu einzelnen Lieferanten pflegt. Mit den heimischen Produzenten gibt es seit Anbeginn des Unternehmens Jahresverträge auf Basis eines langjährigen, gegenseitigen Vertrauens. „Das Suchen und Finden des besten Produkts ist aufwendig, lohnt sich aber. Wir stehen hinter jedem einzelnen Artikel, denn was uns selbst nicht schmeckt, verkaufen wir auch nicht“, bringt es die erfahrene Obst- und Gemüseexpertin auf den Punkt.

Der gelebte Convenience-Gedanke

Niederwieser Convenience ist die ebenso logische wie konsequente Weiterentwicklung des Qualitätsdenkens. Denn im Laufe der Zeit verändern sich mit der Gesellschaft auch die Bedürfnisse. Dagegen könne man sich nicht wehren, man müsse vorausdenken, war und ist sich Claudio Niederwieser bewusst. Was es allerdings zu Anfangszeiten des Convenience-Booms an Fertiggerichten gab, war gelinde gesagt unattraktiv. „Das griffen wir auf und taten das, was wir immer schon konnten – frische Produkte verarbeiten und ganz einfach nur ‚gutes Essen‘ zubereiten“, erzählt er. Als heutiger Marktführer in Westösterreich darf man behaupten: „Das Konzept ging auf.“

Heute ist man mit Niederwieser Convenience ganz besonders stark im Gastrogroßhandel und als Produktionsküche für kalte und warme Gerichte vertreten. Innovative, individuelle Kundenlösungen stehen dabei im Mittelpunkt. Für den Erfolg des Unternehmens entscheidend ist neben einem unvergleichlichen Schatz an Wissen und Erfahrung vor allem auch die Tatsache, dass die Kunden nicht nur Konzepte kaufen, sondern persönlich begleitet werden. Ein wesentlicher Beitrag ist zudem die gelebte Handschlagqualität und gute Zusammenarbeit mit regionalen Bauern, die auf einer Abnahmegarantie seitens Niederwieser basiert.

Entscheidende Produktvielfalt und Frische

Täglich wird direkt bei den Produzenten eingekauft, vom bäuerlichen Kleinbetrieb bis zu großen Produzenten. Der gemeinsame Nenner: Jeden Betrieb kennt man bei Niederwieser persönlich, und zu jedem einzelnen wird der direkte Kontakt gepflegt. „Wir leben Frische“, betont Patricia Niederwieser überzeugend. Durch die weltweit gepflegten Kontakte können das ganze Jahr über vielfältige, qualitativ hochwertige Produkte angeboten werden, doch selbstverständlich setzt man im Unternehmen vor allem auf Regionalität und freut sich auf die ersten Produkte im Jahr, die in unmittelbarer Nähe wachsen.

So erhält man aufgrund der warmen Thermenböden im März bereits erste Erdbeeren aus Verona und wartet schon fest auf den Marchfelder Spargel, der bei günstiger Witterung in manch einem Jahr schon Anfang April auf den Markt kommt. Erste Frühlingsboten sind auch die Tiroler Radieschen, die im April knackfrisch beglücken.

Aktuelle Trends sehen die Obst- und Gemüseexperten beispielsweise beim Babygemüse. Gerne wird dieses aktuell von Spitzenköchen eingesetzt, ebenso wie zahlreiche Sorten von Kresse, die mit ihren zarten Blättchen wahre Geschmacksexplosionen möglich machen. Auch in Vergessenheit geratenes Gemüse genießt ein Comeback. So beispielsweise die Schwarzwurzel oder alte Gemüsesorten, die neu angebaut werden. Gemeinsam mit regionalen Bauern entwickeln sie zukunftsorientierte Projekte und setzen diese konsequent um.

Ein nächster großer Schritt

Auch wenn der Zeitpunkt mutig war, gab es ein klares Ziel. Und so entschied sich der Familienbetrieb zu Beginn der Pandemie für eine erneute große Erweiterung des Firmensitzes in Mutters, um noch näher an den Kunden zu arbeiten und sich noch stärker an ihren Bedürfnissen zu orientieren. Ein Ziel, für das selbstverständlich auch die gute und enge Zusammenarbeit mit der Eurogast Gruppe entscheidend ist. Bereits seit zehn Jahren macht sich der Plattformgedanke bei Niederwieser Convenience bezahlt. Durch die Bündelung, die mit Eurogast geschaffen wurde, ist die Plattform zu Österreichs größter Obst- und Gemüsehandelspartnerschaft gewachsen.

Spezialisiert auf die Anforderungen der Gastronomie und Hotellerie ist man in der Lage, den Kunden stets topfrische Ware aus der Region, aber auch aus aller Welt zu beschaffen und damit eine einzigartige Sortimentstiefe anzubieten. Den Kunden ist es möglich, die Intensität der Zusammenarbeit auf Basis eines modularen Systems frei zu wählen.

Bunte Vielfalt

Das Spektrum reicht von frischem Obst und Gemüse aus dem Großhandel über vorgewaschene, vorgeschnittene und portionierte Ware bis hin zu im Haus zubereiteten Speisen aus frischen Zutaten. Immer mehr gewinnt die professionelle Auslagerung der Vorbereitungsküche auf Basis regionaler Produkte und handwerklicher Verarbeitung, die von Niederwieser Convenience bereits seit Jahren gelebt wird, an Bedeutung. Auf höchstem Niveau ist sie eine tatsächliche Entlastung für den Koch und erhöht durch ihre einfache Handhabung gleichzeitig die Produktivität des Küchenpersonals. Je nach Einsatzbereich werden variable Portionsgrößen angeboten, um Kosten kalkulierbar zu machen. Die sogenannte Portion Control ist ein wichtiges Handwerkzeug für den Erfolg einzelner Betriebe.

In engem Austausch

Beim Ausbau des Betriebs entstanden ist unter anderem ein großzügiger Schulungsraum, der den Kunden das Angebot an Produkten nicht nur theoretisch näherbringt, sondern in der angeschlossenen, spektakulären Schauküche zeigt, was alles möglich ist und wie viele Varianten es gibt, die einzelnen Produkte liebevoll auf den Teller zu bringen. Denn gemeinsam erfolgreich zu sein, ist der Anspruch, den es zu erfüllen gilt. Um neben zufriedenen Gästen auch den Erfolg der Kunden sicherzustellen, werden Ziele im laufenden Prozess evaluiert, optimiert sowie umgesetzt und Visionen neu besprochen. Durch diese Prozessoptimierung definiert man eine alpine Kulinarik, die Regionalität verkörpert und Wertschöpfung schafft.

Handschlagqualität

Qualität und Kompetenz sind die Bausteine, auf die das Unternehmen seit jeher setzt. „Egal mit wem wir arbeiten, unser Fokus ist immer auf die Zufriedenheit unseres Gegenübers gerichtet“, betont Patricia Niederwieser. Wichtig in diesem Zusammenhang ist selbstverständlich auch Flexibilität. Bis 16 Uhr kann bestellt werden, um die Ware am kommenden Tag bis 10 Uhr vormittags geliefert zu bekommen. Über Nacht wird produziert und die Ware auf Basis eines ausgeklügelten Logistiksystems durch die Eurogast Gruppe von Schladming bis zum Bodensee ausgeliefert. Darauf ist Verlass, wie auf alles, das im Familienbetrieb mit Handschlag besiegelt wird.

© Niederwieser

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